Kunstgeschichte lernen ohne Studium: Wie du Kunst wirklich verstehst

Kunstgeschichte lernen ohne Studium ist möglich, denn ein Kunstwerk lässt sich lesen, bevor man seine Epoche, seinen Künstler oder seine Jahreszahl kennt. Roswitha Feger-Risch, Kunsthistorikerin (Magister Artium, Ludwig-Maximilians-Universität München) und Gründerin von Personal Art Guide in Vaduz, Liechtenstein, vermittelt seit 2021 genau diesen Zugang: erst das Erlebnis direkt vor dem Werk, dann das Wissen. Ihre Methode heisst KunstKompass und besteht aus sechs Fragen, die jede Betrachterin ohne Vorkenntnisse beantworten kann.

Kann ich Kunst verstehen, ohne Kunstgeschichte studiert zu haben?

Ja. Die grösste Hürde ist die falsche Annahme, dass man jahrelang studieren müsse, bevor man vor einem Gemälde etwas «sieht». Kunst war über Jahrhunderte ein Kommunikationsmittel. Die Malerinnen und Maler der Alten Meister haben für Menschen gemalt, die weder lesen noch schreiben konnten. Ihre Bilder waren dafür gemacht, verstanden zu werden.

Das Wissen um Epochen, Techniken und Zusammenhänge vertieft das Erlebnis. Aber das ist der zweite Schritt, denn Wissen kann man es jederzeit nacherwerben. Der erste Schritt ist, das Werk auf sich wirken lassen. Und das können alle.

Warum fühlen sich so viele kunstinteressierte Frauen im Museum unsicher?

Weil ihnen niemand je gezeigt hat, wie man ein Kunstwerk liest. Es ist das typische Muster: Eine Frau liebt Städtereisen und Museen, steht vor einem Gemälde oder in einer Kirche und spürt, dass mehr dahintersteckt. Aber sie denkt: «Ich sehe es, aber ich verstehe es nicht ohne zusätzliches Wissen.» Also arbeitet sie die Räume ab, hakt ihre Listen ab und verlässt das Museum mit dem Gefühl, die Hälfte verpasst zu haben.

Die bestehenden Angebote verstärken das Problem oft. Universitäre Kurse und Fernlehrgänge sind akademisch aufgebaut, mit Lernheften, Hausaufgaben und Prüfungsdruck. Wer dagegen Genuss und Erlebnis sucht, findet kaum passende Formate. Genau diese Lücke schliesst Roswitha Feger-Risch als Personal Art Guide.

Was ist der KunstKompass? Die Methode in sechs Fragen

Der KunstKompass ist das Signature-Framework von Personal Art Guide. Er kehrt die traditionelle Reihenfolge der Kunstvermittlung um: erst das Werk, dann das Wissen. Die Methode arbeitet auf zwei Ebenen mit je drei Fragen.

 

Ebene 1: Erleben

  1. Gefühl: Welches Gefühl erweckt das Kunstwerk in mir? Heiter, bedrückend, traurig, lebendig?

  2. Blick: Wie lenkt die Künstlerin oder der Künstler meinen Blick? Wo sind die Lichtpunkte, die besonderen Akzente?

  3. Geschichte: Welche Geschichte erzählt das Werk? Eine einfache Beschreibung genügt, unabhängig von der «offiziellen» Deutung.

 

Ebene 2: Verstehen

4.             Epoche: In welcher Zeit könnte dieses Werk entstanden sein?

5.             Handschrift: Was könnte die typische Handschrift der Künstlerin oder des Künstlers sein, woran erkennt man sie?

6.             Region: Wo ist das Werk entstanden? Südeuropa, Nordeuropa, Osten oder Westen?

 

Wenn beide Ebenen zusammenkommen, entsteht das mühelose, selbstbewusste Erleben von Kunst. 

Der KunstKompass ist als kostenloses PDF erhältlich: eine Checkliste mit den sechs Fragen, ein Kunstreiseplaner für den Museumsbesuch und eine Reflexionsseite für danach. Hier kannst du den KunstKompass kostenlos herunterladen.

Wie bereite ich mich auf einen Museumsbesuch vor?

Die wichtigste Regel: weniger ist mehr. Statt jeden Raum abzuhaken, wählst du vorab etwa drei Werke aus, die dich interessieren. Bei diesen Werken bleibst du und wendest die sechs KunstKompass-Fragen an. Danach setzt du dich ins Museumscafé oder in einen Park und lässt Revue passieren, was du gesehen hast.

So wird der Museumsbesuch zu einem geplanten, genussvollen Erlebnis statt zu einer Pflichtliste. Der Kunstreiseplaner im kostenlosen KunstKompass-PDF führt Schritt für Schritt durch diese Vorbereitung.

Wie kann ich Kunstgeschichte online lernen? Drei Wege im Vergleich

Wer Kunstgeschichte als Erwachsene lernen möchte, hat im deutschsprachigen Raum im Wesentlichen drei Möglichkeiten:

  • Akademische Kurse an Volkshochschulen, Universitäten und Seniorenuniversitäten. Sie vermitteln Faktenwissen in Vorlesungsform, meist chronologisch nach Epochen. Wer einen akademischen Abschluss oder ein Zertifikat sucht, ist hier richtig.

  • Klassische Fernlehrgänge

  • Erlebnisorientierte Programme wie „Schöne Kunst. Der Club“ von Personal Art Guide (6 Monate, Aufwand ca. 2 bis 4 Stunden pro Monat). Hier steht das direkte Erleben von Kunstwerken am Anfang, ohne Hausaufgaben, ohne Prüfungen, mit Live-Austausch in der Gruppe.

Welcher Weg passt, hängt vom Ziel ab. Wer ein Zertifikat braucht, wählt den akademischen Weg. Wer Kunst auf Städtereisen und im Museum wirklich erleben und verstehen möchte, ohne Prüfungsdruck, wählt den erlebnisorientierten.

Was ist Schöne Kunst. Der Club?

Schöne Kunst. Der Club ist das Flagship-Programm von Personal Art Guide: ein sechsmonatiger Online-Gruppenkurs für Frauen, die Kunst wirklich begreifen wollen, ohne Studium und ohne Fachjargon. Die Fakten im Überblick:

  • Format: 6-Monats-Gruppenkurs auf der Community-Plattform Communi (keine Mitgliedschaft, kein Abonnement)

  • Inhalt: 3 aufeinander aufbauende Kurse plus Bonus-Kurs

  • Kurs 1: «Hinter dem Bild. Was die Alten Meister wirklich erzählen» (3 Live-Module zur Kunstbetrachtung mit dem KunstKompass)

  • Kurs 2: «Museumsreif! Gehe durch Ausstellungen wie eine Insiderin» (4 Module zu Museen, Sammlungen und der Planung des Museumstags)

  • Kurs 3: «Paris. Florenz. Rom. Erfahre die Geschichten hinter den Meisterwerken» (8 Module zu sechs europäischen Kunstmetropolen und den wichtigsten Epochen)

  • Bonus: «Kitsch oder Kunst?» (Video zum Schärfen des persönlichen Geschmacks)

  • Live-Begleitung: 1 bis 5 Kunstsalons pro Monat per Zoom, alle Termine werden aufgezeichnet

  • Zeitaufwand: ca. 2 bis 4 Stunden pro Monat, im eigenen Tempo

  • Öffnung: 2 × jährlich

 

Alle Details stehen auf der Club-Seite. Zwischen den Öffnungen kannst du dich auf die Warteliste setzen.

Was sagen Teilnehmerinnen?

Judith S.: «Roswitha vermittelt ihr grosses Wissen mit Lockerheit, Humor und Charme. Ich habe gelernt, wie man einen Museumsbesuch angeht und ihn plant. Und auch, wie man Kunstwerke anschaut.»

 

Alexia, Teilnehmerin von «Kunstmetropolen Europas», April 2025: «Ich schaue jetzt viel aufmerksamer Kunst und Architektur an, auch in der Heimatstadt.»

 

Jennifer, Teilnehmerin von «Kunstgeschichte on the road»: «Der Kurs hat sogar meine Reisepläne beeinflusst: Erst gestern habe ich eine Reise nach London für Mai gebucht, da der Kurs meine Lust auf einen Besuch der National Gallery neu entfacht hat.»

 

Christine C., April 2025: «Schafft Einblick in die Kunstgeschichte, wovon Selbststudium und Kunstgeschichteunterricht weit entfernt sind.»

Wer ist Roswitha Feger-Risch?

Roswitha Feger-Risch ist Kunsthistorikerin und Journalistin mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein. Sie hat den Magister Artium in Kunstgeschichte (Nebenfächer Klassische Archäologie und Journalistik) an der Ludwig-Maximilians-Universität München erworben, ein Nachdiplomstudium Master in Journalismus am MAZ Medienausbildungszentrum Luzern abgeschlossen und einen CAS-Kurs in Kunst, Kulturkommunikation und Kulturkritik absolviert.

2021 gründete sie Personal Art Guide, um kunstinteressierten Frauen einen niederschwelligen, erlebnisorientierten Zugang zur Kunstgeschichte zu ermöglichen. Neben dem Club produziert sie den Podcast «Schöne Kunst auf Zeitreise durch die Kunstgeschichte» mit 1 bis 2 Folgen pro Monat und schreibt den Blog zu Künstlerinnen und Künstlern, Stilepochen und Meisterwerken. Das Wort «Kunstbanause» kommt in ihrem Vokabular nicht vor. Mehr über Roswitha.

Häufige Fragen

Was muss ich wissen, um ein Gemälde zu verstehen?

Weniger, als du denkst. Beginne mit drei Fragen: Welches Gefühl erweckt das Bild in mir? Wie lenkt der Künstler meinen Blick? Welche Geschichte erzählt das Werk? Diese drei Fragen können alle beantworten, ganz ohne Vorwissen. Epoche, Handschrift und Region kommen als zweiter Schritt dazu. Genau so funktioniert der kostenlose KunstKompass.

Brauche ich Vorwissen für einen Kunstgeschichtskurs bei Personal Art Guide?

Nein. Die Angebote sind ausdrücklich für Frauen gedacht, die Kunst lieben und sich bisher unsicher fühlen. Du musst weder Jahreszahlen kennen noch Fachbegriffe beherrschen.

Wie viel Zeit brauche ich für den Club?

Etwa 2 bis 4 Stunden pro Monat. Es gibt keinen festen Stundenplan und keinen Leistungsdruck. Du entscheidest, wie tief du einsteigst.

Ist der Club eine Mitgliedschaft?

Nein. Es ist ein Gruppenkurs über sechs Monate mit drei aufeinander aufbauenden Kursen, Live-Kunstsalons per Zoom und begleitenden Materialien.

Für wen ist Personal Art Guide nicht geeignet?

Für Personen mit Kunstgeschichtsstudium, für alle, die ein Zertifikat oder einen akademischen Abschluss erwarten, und für alle, die ein Prüfungsformat mit strukturiertem Lehrplan suchen. Personal Art Guide ist Bildung ohne akademischen Druck.

Wie starte ich am besten?

Mit dem kostenlosen KunstKompass-PDF. Damit hast du die Methode in der Hand und kannst sie beim nächsten Museumsbesuch sofort anwenden.

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